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Auslandssemester in Indonesien (Bali)

Reisebericht von Lisa Baumgartner (DHBW-Studierende in Möhlin)

Seit Beginn des Studiums stand für mich fest: Ich möchte ein Semester im Ausland absolvieren. Nachdem ich zahlreiche Erfahrungsberichte unterschiedlicher Länder gelesen hatte, kannte ich nun auch das Ziel meiner grossen Reise. Durch die Unterstützung von Herrn Caspar und der Streck Transport AG sowie der DHBW Lörrach war es mir möglich, mein 5. Semester auf Bali zu verbringen.

Die Vorbereitungen des Auslandssemesters begannen bereits mit einem Bewerbungsverfahren Ende 2016 und der darauffolgenden Suche einer Unterkunft, Beantragung eines Visums, Sprachtests sowie der Wahl des Austauschprogramms. Ende August 2017 begann dann das Abenteuer an der Udayana-Universität am Standort Jimbaran mit dem GoBali-Studienprogramm.

An der Udayana-Universität sind mehr als 20.000 Studenten pro Semester eingeschrieben, wodurch diese zu einer der führenden Universitäten Indonesiens gehört. Der Campus ist auf 3 Standorte verteilt und umfasst 257 Hektar mit 11 Fakultäten. Auf dem „International Campus“ befindet sich das Gebäude des GoBali-Austauschprogramms, welches mit einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Studium und Freizeit wirbt. Die Vorlesungen fanden jeweils von Mittwoch bis Freitag in den klimatisierten Klassenräumen statt. Bereits im Vorfeld hatte ich mich für den Schwerpunkt Logistik und Supply Chain Management entschieden. Die erste Woche begann mit einer Willkommensveranstaltung. Hier wurden die Studierenden über den Unialltag, Krankheiten, Kultur sowie Ausflüge informiert. Der Campus ist sehr sauber und gepflegt, hat große Grünflächen und ein tolles Unicafe mit Wlan-Zugang. Während des Semesters mussten wöchentlich Assignments, Präsentationen und Case Studies vorbereitet werden. Nachdem die erste Hälfte des Auslandaufenthaltes verstrichen war, standen die Zwischenprüfungen an und am Ende des Semesters die Abschlussprüfungen. Die in der Vorlesung „Bahasa-Indonesia“ gewonnenen Indonesisch-Kenntnisse waren ausreichend, um mit Einheimischen zu kommunizieren und auf den Märkten zu handeln. 

Wer auf Bali studiert, muss Geduld und Gelassenheit mitbringen. Pünktlichkeit und Verlässlichkeit sind hier eher ein Fremdwort. Beispielsweise kam es häufiger vor, dass Vorlesungen in der letzten Minute auf Grund von Zeremonien gestrichen oder verschoben wurden. Ebenfalls kam es des Öfteren zu Strom-, Wasser- und Internetausfällen, sowohl auf dem Campus als auch in meiner Unterkunft, wodurch das Lernen teilweise erschwert wurde. Schockiert haben mich hauptsächlich der enorme Müllüberschuss, die Luftverschmutzung sowie die Armut der Bewohner auf der gesamten Insel.

Dennoch hat Bali bzw. Indonesien viele schöne Seiten, unglaubliche Attraktionen und Aktivitäten zu bieten. Die Natur, die schönen Strände und niedrigen Lebensunterhaltskosten, die freundlichen und ehrlichen Einwohner sowie der balinesische Hinduismus machen die Insel zu einem einzigartigen Erlebnis. In meiner Freizeit bestieg ich den Vulkan „Mount Batur“, besuchte mit einem Katamaran die Komodo-Inseln mit den berühmten Komodo-Waranen und entdeckte mit dem Fahrrad die Gili Inseln.

Fasziniert hat mich der technische Fortschritt, welcher durch den asiatischen Markt vorangetrieben wird. Beispielsweise lassen sich Fahrten mit dem Roller oder Auto schnell und zuverlässig per App bestellen. Auf Bali existiert derzeit noch keine ausgeprägte Logistik, zumindest nicht so, wie wir sie hier in Europa kennen. LKW sind kaum vorhanden und andere Nutzfahrzeuge meist reif für den Schrottplatz. Grenzwerte der Nutzlast und sonstige Sicherheitsvorschriften werden nicht eingehalten, wodurch es mehrfach zu Unfällen kommt.

Während des Auslandssemesters war es mir möglich, ein zweiwöchiges Auslandspraktikum in Singapur, bei unserem Partner LFS (Logical Freight Solutions), zu absolvieren. Hierbei habe ich einen Einblick in die Citylogistik von Healthcare-Produkten sowie deren gekühlte Supply Chain und Lagerung erhalten. Teilnehmen durfte ich bei der Sprinterauslieferung der Produkte an verschiedene Krankenhäuser und Hochhäuser innerhalb des Stadtstaates. Als absolutes Highlight erwies sich der Besuch des Cargo Terminals des Changi Airports in Singapur.

Die Zeit auf Bali war einzigartig und unvergesslich. Während meines Auslandssemesters habe ich viele Einblicke in die Kultur Indonesiens erhalten und hatte einen idealen Ausgleich von Unialltag und Freizeit. Dadurch bot sich mir die Möglichkeit, andere Länder und Städte wie Bangkok, Singapur und Sri Lanka zu bereisen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an mein Ausbildungsunternehmen, die Streck Transport AG!

Lisa Baumgartner (DHBW-Studierende, 3. Studienjahr) 

Ausbildung bei Streck Transportges. mbH
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Was wäre eine Welt ohne Logistik
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