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Sawubona South Africa!

Tanja Steiger, 2015, verbrachte 3 Monate in Südafrika

Nach einer langen Vorbereitungsphase, voller Vorfreude aber auch Nervenkitzel, begab ich mich Mitte Juli 2015 auf den langen Weg nach Durban, Südafrika um dort an der Durban University of Technology (DUT) im Rahmen meines DHBW-Studiums im Studiengang „BWL – Spedition, Transport und Logistik“ mein fünftes Theoriesemester zu absolvieren.

Neben den diversen Campus in Durban hat die DUT zudem einen Campus in Pietermaritzburg (ca. 70 km von Durban entfernt). Die Faculty of Management Science ist jedoch, wie die meisten Fakultäten in Durban stationiert. Im Unterschied zur DHBW Lörrach, an der man vorab den Stundenplan für das komplette Semester mit einer festgelegten Fächerkombination bekommt, mussten wir Auslandsstudenten uns zu Beginn des Semesters unsere Kurse an der DUT aussuchen. Dies hat einiges an Geduld und Nerven gefordert, da man die Organisation in Südafrika und Deutschland nicht auf die gleiche Stufe stellen kann. Dies ist jedoch eine wertvolle Erfahrung, da man schnell lernt, entspannt zu bleiben, auch wenn einmal etwas nicht auf Anhieb funktioniert. An der DHBW Lörrach herrscht Anwesenheitspflicht in allen Kursen und der Stundenplan ist sehr formatfüllend. Im Vergleich hierzu hatte ich in Durban wenige Präsenzstunden, musste dafür aber deutlich mehr Seminararbeiten schreiben. Dies erfordert natürlich mehr eigenständiges Arbeiten. Durch die wenigen Präsenzstunden war es allerdings leider auch schwer engere Kontakte zu einheimischen Studenten zu knüpfen. Kombiniert mit der Tatsache, dass die meisten deutschen Austauschstudenten in den gleichen Unterkünften wohnen, bleibt man tatsächlich eher unter sich. Dies wird jedoch auch unterstützt davon, dass die Apartheid nach wie vor spürbar ist. Auf mich hat die Situation sehr eingefahren gewirkt und nach wie vor bleiben die verschiedenen Menschengruppen eher unter sich.

Durban ist mit 3,4 Mio. Einwohnern die drittgrösste Stadt Südafrikas nach Johannesburg (4,4 Mio. Einwohner) und Kapstadt (3,7 Mio. Einwohner). Die Stadt hat einen starken indischen Einfluss, da hier die grösste indische Population ausserhalb Indiens lebt. Man trifft also nicht nur auf den Strassen auf zahlreiche indische Einwohner, der Einfluss ist auch deutlich im kulinarischen Bereich spürbar. So habe ich an meinem allerersten Abend in Durban, nach etwa 24 Stunden Reisezeit, von meiner Vermieterin einen „Bunny Chow“ zum Abendessen bekommen, ein traditionelles Gericht, welches man nur in Durban bekommt. Es handelt sich hierbei um eine ausgehölte Hälfte eines Toastbrotes, welches mit Lammcurry (alternativ auch Hähnchen oder Bohnen) aufgefüllt wird – sehr scharf!

Ich bin Mitte Juli, sozusagen mitten im südafrikanischen Winter angereist und Anfang Oktober zum Frühlingsanfang wieder abgereist. Der Winter in Durban ist nicht zu vergleichen mit dem Winter in Deutschland. Am kältesten Tag hatte es in etwa 15°C, das Klima ist also sehr mild. In der Woche vor meiner Abreise waren es beständige 26°C mit Sonnenschein. Allerdings hat es in Durban auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, mit welcher ich im Sommer bestimmt zu kämpfen hätte. Durban liegt direkt am Indischen Ozean und lädt nach den Vorlesungen mit wunderschönen Stränden und warmem Wasser zum Baden ein. Zudem hat Durban den grössten Hafen Südafrikas, welchen ich als Logistikstudentin natürlich besichtigt habe. Hauptgeschäft am Hafen Durban ist der Export von Zucker und Früchten. Hier gilt es zu erwähnen, dass alle hochklassigen Früchte Südafrikas exportiert und nur die niedrigklassigen Früchte im eigenen Land zum Verkauf angeboten werden.

Während meines Semesters hatte ich auch die Chance, das Land etwas zu erkunden. Unter anderem habe ich auch Kapstadt und Johannesburg besucht. In Johannesburg wurde ich von unserem Partner Skyline Logistics herzlich empfangen. Es war schön, die Menschen persönlich kennen zu lernen, mit denen man sonst nur über Mail und Telefon kommuniziert.

Das Auslandssemester hat mir die Möglichkeit gegeben, ein wundervolles Land kennenzulernen und eine Menge neue Menschen aus vielen verschiedenen Ländern. Zudem durfte ich Einblick bekommen in die Kultur Südafrikas und konnte mein Englisch aufbessern. Es war eine wirklich tolle Erfahrung und ich bin mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

An dieser Stelle möchte ich allen, die mich bei dieser Reise unterstützt haben bedanken, insbesondere bei meinen Eltern und bei der Streck Transport AG.

Ausbildung bei Streck Transportges. mbH
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Was wäre eine Welt ohne Logistik
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