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Wie wird das VGM ermittelt?

Es gibt zwei Methoden zur Bestimmung des VGM (verified gross mass).

Dabei sind die nationalen Gesetzgebungen zu berücksichtigen.Der Shipper trägt die Verantwortung für die korrekte Angabe des Containergewichtes unabhängig von der gewählten Methode! Im Rahmen des Verifizierungsprozesses ist zudem festgelegt, dass eine autorisierte Person die Wiegenote unterschreibt. Dies kann durch eine elektronische Signatur oder durch den Namen in Großbuchstaben erfolgen.

Methode 1:
Wiegen des Containers nach dem Packen und Versiegeln. Gemäß SOLAS wird Methode 1 folgendermaßen definiert: "Wiegen des gepackten Container mit geeichter und zertifizierter Ausrüstung. [...] geeichte und zertifizierte Ausrüstung bedeutet eine Waage, Wiegebrücke, Stapler oder andere Geräte, die in der Lage sind die tatsächliche Bruttomasse eines gepackten Containers oder von Paketen, Frachtstücke, Paletten, Packmaterial und anderen Verpackungs- und Sicherungsmaterialien zu bestimmen, und die Genauigkeitsstandards und Anforderungen des Staates, in dem das Gerät verwendet wird erfüllen."

Für Deutschland bedeutet dies, dass Waagen mindestens der Genauigkeitsklasse IIII (4) verwendet werden müssen.

Für die Schweiz bedeutet dies, dass auf einer in der Schweiz geeichten Waage gewogen werden muss.

Methode 2: 
Deutschland:
Addition der Einzelgewichte der Fracht, Verpackungs-, Stau-, Ladungssicherungsmaterialien und des Containerleergewichtes. Diese Regelung ist mittlerweile in Deutschland von der "Berufsgenossenschaft Verkehr" (BG Verkehr) als Unterabteilung des Ministeriums für Transport und Digitale Infrastruktur genehmigt worden. Dieses System muss aber im Qualitätsmanagement des Verladers niedergeschrieben sein.
Gemäß SOLAS wird Methode 2 folgendermaßen definiert: "Wiegen aller Packstücke, einschließlich des Gewichts von Paletten, Packmaterial und andere Befestigungsmaterialien die in den Container gepackt werden. Dazu muss noch das Leergewicht des Containers addiert werden. Es muss eine Methode benutzt werden, die durch eine Behörde des Staates, in dem das Beladen des Containers abgeschlossen wird, zertifiziert ist."

Für Deutschland bedeutet dies, dass Waagen mindestens der Genauigkeitsklasse III angehören müssen.

Schweiz:
In der Schweiz gelten laut Spedlogswiss folgende Bedingungen: "Der Verlader muss eine Zertifizierung ISO (alle Normen zugelassen) oder AEO (Authorized Economic Operator) belegen können oder über ein MRP (Manufacturing Resources Planning) oder ERP (Enterprise Resource Planning) - System im Betrieb verfügen. Ansonsten muss Methode 1 angewendet werden". 
Außerdem muss auf einer in der Schweiz geeichten Waage gewogen werden.  

WICHTIG:
Ohne gültiges VGM ist die Verladung eines Containers ab dem 01.07.2016 gesetzlich verboten! Hierbei sind auch Sendungen mit Umladungen zu berücksichtigen, die die Reise schon vor dem 01. Juli antreten!

Kontakt

Deutschland
+ 49 (0) 761 1305 - 481
Schweiz
+ 41 (0) 61 855 14 - 15
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