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2019: Steigende Personalkosten, höhere Maut, bessere Straßen

Die Zukunft wird dem deutschen Stückgutmarkt weiter steigende Kosten auferlegen. Treiber sind Ausgaben für Maut und Personal, aber der Staat investiert auch in das Straßennetz.

Die steigenden Ausgaben für Personal sind erneut der maßgebliche Treiber für höhere Kosten im deutschen Stückgutmarkt, ursächlich ist insbesondere der zunehmende Mangel an qualifizierten Fahrern, sowohl im Fern- wie auch im Nahverkehr. Im Vergleich der beiden ersten Halbjahre 2017 und 2018 ergab sich ein Plus von 6,6 Prozent, so die Berechnungen im „Kostenindex Sammelgutspedition" des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV). Erfasst werden hier die für die Abwicklung einer Stückgutsendung relevanten Kosten für Personal, Treibstoff sowie Sachkosten auf der Datenbasis von etwa 90 Depots aus zehn deutschen Stückgutnetzen. Die Ausweitung des mautpflichtigen Streckennetzes um 37.000 Kilometer Bundesstraßen auf insgesamt 52.000 Kilometer wurde dabei allerdings noch nicht berücksichtigt.

Hinzu kommt am 1. Januar 2019 die Einführung neuer, höherer Mautsätze für Lkw ab 7,5 Tonnen. Damit sollen externe Kosten wie Umweltbelastungen durch Schadstoff­ und Lärmemissionen, aber auch die Kosten für die Infrastruktur berücksichtigt werden. Die Bundesregierung rechnet mit jährlichen Mauteinnahmen von insgesamt 7,2 Milliarden Euro. Damit soll nicht zuletzt der Erhalt und der Ausbau der Infrastruktur finanziert werden.

Für das Jahr 2018 wurden für Bundesfernstraßen Investitionen in Höhe von 7,7 Milliarden Euro veranschlagt, bis 2022 ist ein Anstieg auf 8,8 Milliarden Euro geplant. Allein 3,8 Milliarden Euro sind 2018 für die Substanzerhaltung des Straßennetzes vorgesehen, 1,5 Milliarden Euro stehen für den Neubau und die Erweiterung der Bundesfernstraßen zur Verfügung. Insgesamt wird die Haushaltsplanung für den Straßenbau aus dem Jahr 2017 um rund eine Milliarde Euro übertroffen.