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Langzeitlieferantenerklärung ist flexibler geworden

Die Langzeitlieferantenerklärung (LLE) im Rahmen des Unions-Zollkodexes der EU ist durch eine erneute Änderung deutlich flexibler geworden.

Artikel 62 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/2447 (UZK-IA) erlaubt seit dem 14. Juni 2017 wieder, dass in einer Erklärung sowohl Waren erfasst werden dürfen, die bereits zum Zeitpunkt der Ausstellung der Erklärung geliefert wurden, als auch Waren, die danach geliefert werden. Die maximale Geltungsdauer beträgt 24 Monate.

 In einer LLE sind anzugeben:

  • das Ausfertigungsdatum
  • das Datum, ab dem die LLE gültig ist (Anfangsdatum)
  • das Datum, bis zu dem die LLE gültig ist (Ablaufdatum)

Das Anfangsdatum kann dabei bis zu 12 Monate vor oder 6 Monate nach dem Datum der Ausfertigung liegen und innerhalb dieses Zeitraumes frei gewählt werden. Das Ablaufdatum darf maximal 24 Monate nach dem Anfangsdatum liegen und kann innerhalb dieser Frist ebenfalls frei bestimmt werden.

Innerhalb der maximalen Geltungsdauer kann der konkrete Gültigkeitszeitraum einer LLE unter „Diese Erklärung gilt für alle Sendungen dieser Waren im Zeitraum vom … bis …“ festgelegt werden. Eine LLE ist gültig für alle Waren, die innerhalb des angegebenen Zeitraums geliefert werden. Voraussetzung für die Abgabe einer LLE ist, dass während der gesamten Gültigkeitsdauer die Ursprungseigenschaft der Waren gesichert ist. Der Lieferant muss den Empfänger umgehend unterrichten, wenn die in einer LLE gemachten Angaben nicht mehr zutreffen.

Beispiel des Zolls

Eine LLE wird am 20.12.2017 für (bereits erfolgte und/oder künftige) Lieferungen ausgefertigt. Als Anfangsdatum ist jeder Tag vom 21.12.2016 bis zum 19.06.2018 zulässig. Folglich wäre als Geltungsdauer beispielsweise zulässig:

  • 01.01.2017 bis 31.12.2018
  • 01.01.2018 bis 31.12.2019
  • 01.01.2018 bis 31.12.2018

 

www.zoll.de

Deutschland - Siegfried Maier
+49 (0) 761 1305 - 423
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