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Einigung auf ADSp 2017

Spediteurbedingungen jetzt wieder gemeinsam.

Nach dem Abbruch der Verhandlungen zwischen Verladerverbänden und Verkehrsgewerbe im Herbst 2016 und der anschließenden Veröffentlichung konkurrierender Bedingungswerke haben die Verhandlungspartner einen neuen Anlauf zu einem gemeinsamen Bedingungswerk genommen. Hierbei wurden auch der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) sowie der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) einbezogen. Trotz der Erhöhungen der Anzahl der Beteiligten konnte eine Einigung mit den nun vorliegenden ADSp 2017 erzielt werden und alle Beteiligten sprechen von einem „ausgewogenen Interessenausgleich“ zwischen verladender Wirtschaft, Spediteuren und Frachtführern.

An den Verhandlungen der ADSp 2017 waren beteiligt:

  • Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
  • Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA)
  • Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
  • Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV)
  • Handelsverband Deutschland (HDE)
  • Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ)
  • Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL)
  • Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL)

Die in den ADSp 2016 bereits enthaltene Erhöhung des Haftungsniveaus auf einheitlich 8,33 SZR in wesentlichen Bereichen wurde auch in die ADSp 2017 übernommen. Hinzu kamen weitere Erhöhungen der Maximalhaftungen (s.unten).

Auch mit den übrigen Regelungen wurden zahlreiche Modernisierungen und Anpassungen an die aktuelle Gesetzeslage und der jüngsten Rechtsprechung aus den ADSp 2016 in die ADSp 2017 übernommen aber auch Detailregelungen wieder gestrichen, dafür in anderen Bereichen zusätzliche Präzisierungen vorgenommen.

Die Anwendung der neuen ADSp 2017 wird von den maßgeblichen Verbänden ab dem 1. Januar 2017 unverbindlich empfohlen. Damit kann die 90jährige Erfolgsgeschichte der Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen fortgeschrieben werden. Streck Transport schließt sich den Empfehlungen der oben genannten Verbände an und wird ab dem 01.01.2017 ausschließlich nach den ADSp 2017 arbeiten. Die ADSp 2017 können Sie hier downloaden.

Haftung des Spediteurs (Ziffer 23, 28)

Die Haftung des Spediteurs für Güterschäden in seiner Obhut ist weiterhin begrenzt auf 8,33 Sonderziehungsrechte für jedes Kilogramm. Es gelten folgende Maximalhaftungen:

  • pro Schadensfall 1,25 Millionen Euro
  • pro Vermögensschaden 125.000 Euro
  • auf dem Lager 35.000 Euro
  • bei Inventurdifferenz 70.000 Euro
  • je Schadenereignis 2,5 Millionen Euro

 Der Spediteur ist verpflichtet, bei einem Versicherer seiner Wahl eine Haftungsversicherung abzuschließen.

 Haftung des Auftraggebers (Ziffer 29)

 Die Haftung des Auftraggebers ist begrenzt auf 200.000 Euro je Schadenereignis.